Am Sonntag hatte ich das Vergnügen Medellin und seine Umgebung weiter kennen zu lernen. Mit Sandra fuhr ich nach Guatapé. Es ist ein kleines Städtchen im Osten von Medellin, knappe zwei Stunden waren wir mit dem Bus unterwegs, bis wir ankamen. Das Dorf und die Umgebung füllt sich vor allem am Wochenende, wenn die Paisas mit ihren Familien ihre Ausflüge machen. Es gibt zwei Attraktionen:
Peñón de Guatapé (ab und an auch als “Peñól de Guatapé” oder “Piedra de el Peñól bezeichnet)
Seengebiet
Der Peñón de Guatapé ist ein riesiger Fels mitten in der hügeligen Landschaft. Wie er dort hingekommen ist unklar. Der Koloss ist aber besteigbar und von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Seenlandschaft. Verwunderlich dass diese schöne Landschaft von Menschenhand geschaffen wurde. Vor 30 Jahren wurde ein großes Staudammprojekt abgeschlossen. Der riesige Stausee ist mit Abstand der schönste Stausee, den ich je gesehen habe. Nachfolgend ein paar Beweise
Stefan ist derzeit zu Besuch in Kolumbien. Richtig schmunzeln musste ich über seinen Bericht über kolumbianische Fahrgewohnheiten, eine kleine Kostprobe:
Schwach besaitete Menschlein sollten sich allerdings bei kurvigen Bergpässen möglichst mit geschlossenen Augen auf den hinteren Plätzen über die Zeit retten, denn bei Überholmanövern in der Kurve vor einer Kuppe kann man den Busfahrern einen gewissen Wagemut nicht absprechen. Da der Busfahrer aber wahre Herausforderung liebt, gibts noch einen kleinen Handy-Plausch nebenher.
Daneben hat Stefan seine ganze Kolumbien-Reise zusammengefasst in einen amüsanten Reisebericht, hier ein Auszug:
Bogota: Hier in der 8-Mio EW Metropole startete unsere Tour, die uns das Land näherbringen sollte, in dem man - wollte man den deutschen Medien glauben - spätestens 20 Minuten nach der Einreise einem Bombenattentat zum Opfer fallen oder von Guerillas gekidnappt werden würde. Wie dem auch sei… für mich - die alte Draufgängertype (*hust*) - kein Thema.
Wenn unsere Reisegruppen in Medellin ankommen, so sind sie oft ganz besonders erstaunt von “MetroCable”. Kein Wunder, denn es wirkt wirklich verwunderlich in einer warmen Andenmetropole eine Seilbahn zu sehen, die man doch sonst nur vom Skiurlaub kennt.
Der Hersteller der Seilbahn Poma kommt auch aus den französischen Alpen und kam in Südamerika bereits schon einmal zum Zug: bei der Seilbahn, die zum Zuckerhut führt. Die Seilbahn in Medellin ist aber nicht für Touristen gebaut worden, sondern für die Anwohner. Denn das Gebiet um Santo Domingo war bislang sehr schlecht zu erreichen, es gab nur kleine Gassen, durch die sich die Busse kaum hindurch kamen. Die Seilbahn ist nun direkt an das Metro-System von Medellin angeschlossen. Für umgerechnet 50 Cents kann jeder durch die ganze Stadt fahren und mit dem gleichen Ticket noch mit der Seilbahn einen tollen Blick über die Stadt genießen. Nachfolgend noch ein paar Fotos von der Seilbahn und von meiner netten Begleiterin, die mir das alles erklärt hat
Vielleicht hat der eine oder andere meine “Foto Weltkarte” gesehen. Netterweise bereit gestellt von google. Ein Blick hinter die Kulissen von google Maps gibt uns dieses Video
Es war einfach zu kalt. Bogota ist eine coole Stadt, hat viel zu bieten. Aber wenn man die Wahl hat… Dann nehme ich doch lieber die Option der “Stadt des Ewigen Frühlings” so wie Medellin auch bezeichnet wird… Lange war der Umzug geplant, nun ist er vollzogen.
Wer das Paradies sucht, der sollte nach Kolumbien kommen. Das sage und ich schreibe ich ja immer wieder gerne. Vielleicht sind einfach ein paar Beweise fällig?!
Südamerika-Fan, der nun in Kolumbien sein Heimat gefunden hat. Neben Reisen, Internet und
Fotographie interessieren mich Politik und kleine Geschichten aus dem alltäglichen Leben in Südamerika.