Okt
19
2006

Tipps zum “Überleben” in Südamerika (Teil 2)

Die Unterlagen von TNT hatte ich also endlich in der Tasche. Nächste Station: das kolumbianische Konsulat in Lima. Man wäre nicht in Südamerika, wenn nun alles glatt laufen würde…

Stolz breitete ich alle sorgfältig vorbereiteten Unterlagen aus, die mir mein Visum für Kolumbien gewähren sollten. Mit Adleraugen, die aus ungeahnten Höhen ihr Opfer finden würden, konnte der Beamte innerhalb weniger Sekunden feststellen was fehlt: mein Diplomzeugnis. Auf den Hinweis, dass mein Flieger in ein paar Stunden gehen würde kam dann noch der Hinweis, dass der ganze Prozess bei vollständigen Unterlagen eh drei Werktage benötigen würde. Dolles Ding…

Was nun? Ich rief Miguel in Bogota an, mit einem selbstbewussten “lass mich mal dort anrufen” gab er mir wieder Hoffnung. Kurz darauf, dann der Rückruf, “ich solle doch noch mal hingehen…”

Gesagt, getan. Als ich ins Konsulat eintritt, strahlten mich die Adleraugen an. Ich würde bereits erwartet werden. Vom Konsul. Ich sah schon, Miguel hatte volle Arbeit geleistet. Mit einem “Sie kommen als aus Krefeld…?” wurde ich erwartet. Da war schon alles klar. Der Konsul, der in Bonn studiert hatte, wollte wissen, was ich in Kolumbien trieb, ich erzählte ihm von unseren Projekten und Zielen. “Und warum haben Sie nur einen Vertrag für ein Jahr?”. “Nun ja, da ich ja nur ein Visum für ein Jahr beantragen kann” erwiderte ich ihm. “Ob ich denn länger bleiben wollen würde?” hackte er nach. “Na Klar” sagte ich ihm, ich könnte mir gar nicht vorstellen woanders zu leben…

Als ich dann wenige Stunden später bereits mein Visum abholen konnte, war es für zwei Jahre ausgestellt.

Willkommen in Südamerika ;-)

PS: Tausend Dank Miguel!

Written by André in: Persoenliches |

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