Tipps zum “Überleben” in Südamerika (Teil 1)
Es ist Montag, 09. Oktober. Am Vortag war ich aus Brasilien in Lima eingetroffen um hier mein Visum für Kolumbien zu verlängern. Alles war gut vorbereitet, so schien es. Miguel hatte fehlende Unterlagen aus Kolumbien nach Lima geschickt. So ging ich zum Kurier TNT um die Unterlagen abzuholen.
Our mission is to exceed customers’ expectations in the transfer of their goods and documents around the world, so steht es auf der Webseite von TNT. Nachdem ich meine Abholungsnummer durchgegeben habe wurde ich erst einmal auf einen einsamen Stuhl verwiesen. Halb so schlimm, ich war der Einzige, sollte also nicht so lange dauern. Nach 20 Minuten fragte ich höflich nach. “Un ratito” (ein Weilchen) wurde mir gesagt. Wer in Südamerika lebt weiß, dass das ein sehr dehnbarer Begriff war. Meine Frage ob ein Weilchen 3 Minuten oder 3 Stunden seien wurde einfach ignoriert. Nach weiteren 20 Minuten musste ich handeln. Interessiert schaute ich mich im Büro um und fand die Wand der Auszeichnungen.
Mit einem Lächeln packte ich die Kamera aus und machte ein Foto von der Ehrenwand. Dann ging alles ganz schnell: “Ein Ausländer ist hier, er filmt…” hörte ich eine Mitarbeiterin am Telefon. Kurz darauf stellte sich der Chef vor. Es wäre ihm sehr peinlich, der Mitarbeiter mit dem Schlüssel zum Lager sei krank, aber er würde den Schlüssel gleich herschicken. Danach bekam ich einen Kaffee und nicht viel später auch endlich meine Unterlagen ![]()
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