In Bolivien flogen letzte Woche die Fäuste. Ich muss das ganze nicht weiter kommentieren, das hat Tomas sich bereits im Spuckenden Lama seine Gedanken zu bolivianischen Politikern gemacht… einfach unglaublich:
Archiv für August 2007
(gefunden bei Ina)
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Leticia & Palmari
Veröffentlicht: 19. August 2007 in Reisen, Persönliches und Kolumbien. 2 KommentareUrlaub! Die letzte Woche habe ich mir endlich mal wieder Urlaub gegönnt, und erst mal ging es in den kolumbianischen Dschungel. Und nein, dort - zumindest wo ich war - gibt es kein Kokain und keine Guerilla, wer solche Stories gleich erwartet muss ich leider enttäuschen.
Ich flog nach Leticia, im 3-Ländereck Kolumbien, Brasilien und Peru. Auf dem Flugzeug lernte ich einen netten Ingenieur aus Manizales kennen, der im Stromwerk eine wichtige Aufgabe zu erledigen hatte. Er empfahl mir sein Hotel, so dass ich auch direkt Unterschlupf finden konnte.
Am Abend musste ich dann wieder an den netten Ingenieur denken, denn plötzlich gab es einen Stromausfall, denn mein Flugnachbar fabriziert hatte. Es war richtig, richtig dunkel. zum Glück hatten die Motorräder Licht, ich habe das Ganze direkt als Video festgehalten.
Am nächsten Tag machte ich einen Ausflug mit lauter gutgelaunten spanischen und kolumbianischen Touristen entlang des Amazonas-Flusses.
Hier ein merkwürdiges Tierchen, dass ich bei dem Ausflug entdeckte…
Am nächsten Tag ging es dann tiefer rein in den Dschungel, dass es dann geschlagene fünf Stunden mit dem Boot werden würden, hätte ich auch nicht gedacht, aber das gab mir zumindest die Gewissheit: du bist weit ab vom Strom - im wahrsten Sinne des Wortes.
Am Folgetag konnte ich gleich zwei gelungene Ausflüge machen. Es ging mit Axel und Mike auf den Matamatasee. Während ich mich vergeblich bemühte einen Fisch aus dem See zu Angeln schoss Mike mit seinem Pfeil und Bogen ein Fisch nach dem anderen aus dem Wasser. Hier Mike auf der Jagd:
So richtig habe ich also nicht meinen Mann gestanden, aber am Nachmittag bekam ich dann aber eine zweite Chance: mich an einem Seil hochziehen auf einen Baum der mindestens 100 Meter hoch ist, glaubt ihr nicht, dann schaut selbst:
Ok, ok, 100 Meter sind es nicht, aber immerhin 45… Aller Anfang ist schwer, hier ein Foto, wie ich ganz unten anfange mich hochzukämpfen:
Nach einer knappen halben Stunde kam ich oben an. Komplett verschwitzt, ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob es Arbeits- oder Angstschweiß war. Wie auch immer, ich hatte es geschafft
So sieht ein strahlender André aus:
Auch wenn ich noch zwei Plattformen vor mir hatte: ich dachte das Gröbste habe ich überstanden, aber Pustekuchen. Nachdem ich eine wackligste Hängebrücke zur nächsten Baumkrone überstanden hatte zog plötzlich ein tropisches Gewitter an. Es blitzte und blitze, aber noch in weiter Ferne. Als Vorboten kam aber schon einmal der Sturm und kurz später ein heftiger Regenguss. Nicht nur, dass ich mir die Mühe gemacht habe mich hier raufzukämpfen, nun musste ich alles geben um so schnell wie möglich hinunter zu kommen, denn so ein wackelnder Baum in einem Tropensturm vermittelt nicht gerade Sicherheit. Zudem klang mir die Warnung meiner Mutter in den Ohren: “Bei Gewitter nicht unter Bäume stellen!”. Ja sollte ich denn auf einem Baum sicherer sein umgeben von Drahtseilen, die die einzelnen Plattformen vorbindeten?!
Eigentlich hätte ich wohl richtig Schiss gehabt vor den abschließenden 120 Meter, die ich per Seil zum nächsten Baum hätte gleiten sollen. Aber mein Gedanke war nur: nichts wie weiter, so dass die Angst vor dem “Flug zum nächsten Baum”, wie verflogen sind. Im heftigen Regen kam ich zwar gut - aber klatschnass - auf der dritten und letzten Plattform an, immer noch 35 Meter über dem rettenden Boden. Nun schnell abgeseilt und zurück in die sichere Lodge, die ich dann schlussendlich gut erreichte. Die Tour kann ich jedem nur empfehlen, ich drücke nur die Daumen, dass ihr mehr Zeit auf den Plattformen habt…
Am dritten Tag hieß es schon wieder Abschied nehmen von der Palmari Lodge und es ging zurück Richtung Leticia. Nun wollte ich mit einem Amazonas-Dampfer nach Manaus fahren vier Tage lang. Doch leider bekam ich keinen Flieger von Manaus zurück nach Bogota, so dass ich lieber nicht das Risiko eingehen wollte ein paar Tage in Manaus gestrandet zu sein…
Hier geht es zur Galerie mit allen Fotos aus Leticia & Amazonas
Feria de Flores
Veröffentlicht: 13. August 2007 in Reisen, Kolumbien, Kolumbien und Medellin. 3 KommentareEinmal im Jahr kommen die Bauern aus den umliegenden Bergen und zeigen ihre prachtvollen Blumen. So startete vor 50 Jahren die Feria de Flores. Von Jahr zu Jahr wuchs das Festival, mittlerweile dauert es knapp zwei Wochen und hatte dieses Jahr über 180 Veranstaltungen, mit Life-Konzerten, Kinder-Events, Ausstellungen etc…
Der Höhepunkt bleibt aber weiterhin der “Zug der Blumen” durch die Straßen Medellins. Gestern war es soweit. Hier einige Impressionen vom Umzug “Feria de Flores” 2007.
Diese Blumenprachten, durch die Straßen zu tragen ist harte Arbeit, unter jedem Gesteck ist ein schweißgebadeter Träger:
Nachfolgend einige Impressionen festgehalten als Video:
Zur kompletten Galerie mit Fotos der Feria de Flores!
Als ich gestern im Supermarkt war gewann nachfolgendes Plakat meine Aufmerksamkeit:
Ich hatte bereits einiges gehört von laptop.orgund deren Streit mit Intel über den 100 USD Computer. Ziel von laptop.org ist es, Laptops für 100 USD in Länder der dritten Welt anzubieten um Kindern Zugang zum Internet zu ermöglich. Laptop.org glaubt, dass der Wille der Kinder zu lernen sehr groß ist, wenn ihnen die entsprechende Ausrüstung gestellt wird, werden sie sich von ganz alleine weiterbilden können. Eine sehr interessante These.
Das Problem für laptop.org: Sie haben es sich mit den Großen der IT verscherzt: Microsoft und Intel. Denn der 100 USD Rechner soll mit einem AMD Chip beliefert werden und zudem mit dem Betriebssystem Linux laufen. Da haben dann Microsoft und Intel mit allen Mitteln versucht diesen Billig-PC zu bekämpfen, da sich die Parteien sich nicht einigen konnten wird Intel seinen eigenen Billig-Laptop auf den Markt werfen. Und vorab schickt man oben abgebildete Desktop-Version schon mal vor. Die kostet übrigens 150 Euro hier in Kolumbien.
Nachfolgend ein Bild vom Laptop von laptop.org, bin gespannt, wann dieses Gerät nach Kolumbien kommt…

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