World Press Foto Ausstellung
Über den Blog und die Kommentare von Ina kam ich heute zu einem netten Besuch im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Gemeinsam mit Ina ging es zur Ausstellung von World Press Photo.
Das Titelbild der Ausstellung war folgendes (Foto: Spencer Blatt, USA, Getty Images):
Über dieses Foto gab es viel Kontroverse, spiegel.de und die sueddeutsche.de widmeten dem Foto je einen ganzen Artikel. Die portraitierten Libanesen scheinen aus besten Kreisen zu kommen und Schaulustige eines Krieges zu sein. Jedoch meldeten sich die fünf bei World Press Photo und stellten klar, dass sie ihr eigenes Haus ansteuerten, das Outfit im Libanon normal ist, und das Verdeck wegen der Hitze herunter geklappt wäre.
Eine sinnvolle Diskussion: denn Fotos zeigen oft genau den Aussschnitt eines Geschehnisses, den der Fotograf hervorheben will. Ähnlich wie bei zerstückelten Interviews führt es dazu, dass der Betrachter nicht die ganze Sicht bekommt. Positiv jedenfalls, dass das Siegerfoto ohne verkrüppelte oder sterbende Menschen nachdenklich macht. Ein Großteil der Ausstellung ist allerdings wieder der Kriege der Welt gewidmet, so überwiegen die traurigen Fotos den freudigen Fotos bei weitem.
Aus Südamerika gab es leider nur sehr wenig Fotos. Dennoch: der Besuch hat sich gelohnt. Vielen Dank an Ina für den Tipp und den gelungenen Ausflug!
Übrigens: wer die Ausstellung noch sehen will, muss sich beeilen, sie ist nur noch bis morgen - Sonntag - geöffnet.
1 Kommentar »
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Uih, da hattest du Glück. Bei meinem Tripp nach Amsterdam habe ich die Ausstellung leider verpasst…
http://www.gnomad.de/weltreise/schilder-in-amsterdam-hollaendisch-ist-echt-komisch/