Leticia & Palmari

Urlaub!  Seit meinem letztenUrlaub – das war ein Wellness Urlaub, hieß es nur Büro Arbeit. Die letzte Woche habe ich mir endlich mal wieder Urlaub gegönnt, und erst mal ging es in den kolumbianischen Dschungel. Und nein, dort – zumindest wo ich war – gibt es kein Kokain und keine Guerilla, wer solche Stories gleich erwartet muss ich leider enttäuschen.

Ich flog nach Leticia, im 3-Ländereck Kolumbien, Brasilien und Peru. Auf dem Flugzeug lernte ich einen netten Ingenieur aus Manizales kennen, der im Stromwerk eine wichtige Aufgabe zu erledigen hatte. Er empfahl mir sein Hotel, so dass ich auch direkt Unterschlupf finden konnte.

Am Abend musste ich dann wieder an den netten Ingenieur denken, denn plötzlich gab es einen Stromausfall, denn mein Flugnachbar fabriziert hatte. Es war richtig, richtig dunkel. zum Glück hatten die Motorräder Licht, ich habe das Ganze direkt als Video festgehalten.

Am nächsten Tag machte ich einen Ausflug mit lauter gutgelaunten spanischen und kolumbianischen Touristen entlang des Amazonas-Flusses.

Amazonas

Hier ein merkwürdiges Tierchen, dass ich bei dem Ausflug entdeckte…

Am nächsten Tag ging es dann tiefer rein in den Dschungel, dass es dann geschlagene fünf Stunden mit dem Boot werden würden, hätte ich auch nicht gedacht, aber das gab mir zumindest die Gewissheit: du bist weit ab vom Strom – im wahrsten Sinne des Wortes.

Am Folgetag konnte ich gleich zwei gelungene Ausflüge machen. Es ging mit Axel und Mike auf den Matamatasee. Während ich mich vergeblich bemühte einen Fisch aus dem See zu Angeln schoss Mike mit seinem Pfeil und Bogen ein Fisch nach dem anderen aus dem Wasser. Hier Mike auf der Jagd:

Mike beim Fisch-Jagen

So richtig habe ich also nicht meinen Mann gestanden, aber am Nachmittag bekam ich dann aber eine zweite Chance: mich an einem Seil hochziehen auf einen Baum der mindestens 100 Meter hoch ist, glaubt ihr nicht, dann schaut selbst:

Canopy

Ok, ok, 100 Meter sind es nicht, aber immerhin 45… Aller Anfang ist schwer, hier ein Foto, wie ich ganz unten anfange mich hochzukämpfen:

Andre beim Canopying

Nach einer knappen halben Stunde kam ich oben an. Komplett verschwitzt, ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob es Arbeits- oder Angstschwei&szlig war. Wie auch immer, ich hatte es geschafft :-) So sieht ein strahlender André aus:

Andre ganz oben

Auch wenn ich noch zwei Plattformen vor mir hatte: ich dachte das Gröbste habe ich überstanden, aber Pustekuchen. Nachdem ich eine wackligste Hängebrücke zur nächsten Baumkrone überstanden hatte zog plötzlich ein tropisches Gewitter an. Es blitzte und blitze, aber noch in weiter Ferne. Als Vorboten kam aber schon einmal der Sturm und kurz später ein heftiger Regenguss. Nicht nur, dass ich mir die Mühe gemacht habe mich hier raufzukämpfen, nun musste ich alles geben um so schnell wie möglich hinunter zu kommen, denn so ein wackelnder Baum in einem Tropensturm vermittelt nicht gerade Sicherheit. Zudem klang mir die Warnung meiner Mutter in den Ohren: “Bei Gewitter nicht unter Bäume stellen!”. Ja sollte ich denn auf einem Baum sicherer sein umgeben von Drahtseilen, die die einzelnen Plattformen vorbindeten?!

Eigentlich hätte ich wohl richtig Schiss gehabt vor den abschlie&szligenden 120 Meter, die ich per Seil zum nächsten Baum hätte gleiten sollen. Aber mein Gedanke war nur: nichts wie weiter, so dass die Angst vor dem “Flug zum nächsten Baum”, wie verflogen sind. Im heftigen Regen kam ich zwar gut – aber klatschnass – auf der dritten und letzten Plattform an, immer noch 35 Meter über dem rettenden Boden. Nun schnell abgeseilt und zurück in die sichere Lodge, die ich dann schlussendlich gut erreichte. Die Tour kann ich jedem nur empfehlen, ich drücke nur die Daumen, dass ihr mehr Zeit auf den Plattformen habt…

Amazonas

Am dritten Tag hie&szlig es schon wieder Abschied nehmen von der Palmari Lodge und es ging zurück Richtung Leticia. Nun wollte ich mit einem Amazonas-Dampfer nach Manaus fahren vier Tage lang. Doch leider bekam ich keinen Flieger von Manaus zurück nach Bogota, so dass ich lieber nicht das Risiko eingehen wollte ein paar Tage in Manaus gestrandet zu sein…

Hier geht es zur Galerie mit allen Fotos aus Leticia & Amazonas

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Loves to make things happen, make the world a little better place. Born in Germany, has worked and lived in Peru & Colombia. Founder of viventura and Co-Founder of trip.me & viSozial foundation. Andre is a passionate traveler, loves Photography is married to his wonderful wife Adriana and has an amazing son. And he's known for his passion of Peruvian Food and dancing Salsa...

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4 comments on “Leticia & Palmari
  1. Philipp says:

    Hallo André,

    liest sich toll dein Bericht zu Leticia…diesen “Plattform-Tourismus” will ich auch unbedingt machen. Meine Mutter hat mir das mit dem Gewitter und den Bäumen übrigens auch immer eingetrichtert…

    viele Grü&szlige,

    Philipp

  2. Hendrik says:

    Hallo André, eeeeh, kann mich Philipp nur anschlie&szligen und sehr schön geschrieben. Danke!

    Saludos, Hendrik

  3. Jorge says:

    ciao andré. kannst mir bitte mitteilen, ob die bootsfahrt von leticia nach manaus nur 4 tage dauerte, und wann diese boote fahren? je nachdem, ob meine schwester mitkommt, mache ich den umgekehrten weg. wenn es möglich ist, kannst mir bitte auf meine e-mail adresse antwort geben. gruss jorge

  4. André says:

    Hi Jorge,

    ich bin leider nicht gefahren, von daher habe ich keine Eigenerfahrung. Aber ja, ich denke das dauert 4 Tage. Die Abfahrtstage sind nicht immer gleich. Solltest du in Leticia auch in eine Lodge gehen, dann schaue doch einfach mal bei palmari.org vorbei, sie können dir sicherlich helfen und das auch organisieren.

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